Aus den Regionen

In vielen Städten und Regionen gibt es Aktivitäten der Kommunisten und ihr nahestehender Initiativen und Gruppen. In dieser Rubrik erscheinen Berichte über solche Veranstaltungen, Kampagnen und Aktionen - meist im Originaltext der jeweils Beteiligten, in diesem Fall mit einem direkten Link zur entsprechenden Quelle.

Rosenheim am 1. Mai – Demo mal zwei!

Erstmals seit vielen Jahren ging der DGB-Kreis Rosenheim wieder mit einer Maidemonstration auf die Straße.  Um 9:00 Uhr versammelten sich rund 100 Kolleginnen und Kollegen vor dem Sitz der ARGE im Sozialrathaus, um ihren Unmut über die Hartz-IV-Politk zum Ausdruck zu bringen und anschließend zum Gewerkschaftshaus zu marschieren. Das Erscheinungsbild der Demonstration wurde dominiert von GEW-, Verdi-  NGG und DKP-Fahnen sowie dem DKP-Transparent „Wir zahlen nicht für eure Krise“. Andere Gewerkschaften und  Parteien waren nicht zu sehen.

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Abriss der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals hat begonnen!

Abriss der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals hat begonnen!

»Mit Wut und Empörung« hat der Freundeskreis »Ernst-Thälmann-Gedenkstätte« e. V. Ziegenhals am Montag feststellen müssen, dass die Kiesewetter GmbH aus Storkow mit dem Abriss der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte begonnen hat! Seit Jahren hatten sich die Aktivisten des Freundeskreises für den Erhalt des denkmalgeschützten früheren »Sporthauses Ziegenhals« eingesetzt. Hier  hatte der KPD-Vorsitzende Ernst Thälmann am 7. Februar 1933, wenige Tage nach der Machtübernahme durch die Hitler-Faschisten, zum letzten Mal zu seinen Genossen sprechen können. Seit 1953 beherbergte das Haus eine Ausstellung und Gedenkstätte für dieses Ereignis, das als Beginn des antifaschistischen Widerstandskampfes der illegalen KPD gilt.

Der Freundeskreis kritisiert, dass der Eigentümer des Gebäudes, ein Ex-Ministerialbeamter, »seine Schandtat eine Woche vor dem 65. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus in Europa vollziehen und eine einzigartige antifaschistische Gedenkstätte abreißen lassen« will. »Ein Skandal, den wir nicht hinnehmen werden! Ein Skandal, der auf all jene politische Verantwortlichen im Land Brandenburg zurückfällt, die in den vergangenen Jahren entweder passiv blieben, was die Vorgänge um Ziegenhals betrifft, oder sich direkt schützend vor diesen Denkmalschleifer stellten und ihn damit ermutigten!

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Wir zahlen nicht für Eure Krise – Mai-Veranstaltung der DKP München

Wir zahlen nicht für Eure Krise – Mai-Veranstaltung der DKP München

01.05.2010: Zu einer – gut besuchten – internationalistischen 1.Mai-Veranstaltung lud die DKP München gemeinsam mit KKE, KNE, DIDF und DIDF-Jugend ein.*) Ein griechischer und ein türkischer Genosse moderierten gemeinsam die Veranstaltung.

Ein Höhepunkt des Abends war die Begrüßung des griechischen Genossen Giannis Arassos, der nicht nur das KZ Dachau überlebt hat, sondern auch das Gefängnis der griechischen Militärjunta. Als er dann später am Abend mit den griechischen Musikern Jorgos und Kostas zwei antifaschistische Lieder mit der Mundharmonika begleitete, war die Begeisterung groß.

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Mai Kundgebung in Kempten

„Für die notwendigen Dinge müssen die Finanzen vorhanden sein, falls nicht, muß das System geändert werden“ (Kurt Eisner)

Mit diesen Worten beendete der „emeritierte“ bayerische DGB-Vorsitzende Fritz Schösser seine Rede. Auf der traditionellen Mai-Kundgebung vor den ver.di- und NGG- Geschäftsstellen auf der gesperrten Hirnbein-Straße in Kempten. (Carl Hirnbein führte im 19.Jahrhundert im Allgäu die Milchwirtschaft nach Schweizer Vorbild ein, nachdem die Flachs- und Leinwirtschaft im Desaster endete).

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1. Mai in München: Kampftag mit Kundgebung und Krisenlindwurm

1. Mai in München: Kampftag mit Kundgebung und Krisenlindwurm

01.05.2010: Zur 1. Mai-Auftaktkundgebung der Gewerkschaft trafen sich vor dem Münchner  Gewerkschaftshaus mehrere tausend Kolleginnen und Kollegen, die sich zu einem bunten und von roten Fahnen dominierten Demozug zur großen DGB-Kundgebung auf dem Marienplatz formierten.

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SDAJ: Sie kriegen die Kohle – wir die Krise!

SDAJ: Sie kriegen die Kohle – wir die Krise!

Glaubt man den Politikern, dann ist das mit der Krise alles gar nicht so schlimm, und eigentlich ist sich ja auch schon vorbei. Klar, für die Reichen ist sie vorbei oder besser gesagt, es gab sie nie. Die meisten Firmen machen Gewinne, und es gibt in diesem Jahr sogar wieder mehr Millionäre und Milliardäre in Deutschland.
Doch die Krise ist da. Und die Kapitalisten spüren sie nur deshalb nicht, weil sie alle Krisenfolgen auf die normale Bevölkerung abgewälzt haben.

Besonders im Krisenvisier: die Jugend
Wir Jugendlichen sind besonders betroffen. In all den Firmen, in denen entlassen wurde und wird, sind wir oft die ersten, die gehen müssen. Denn meistens gilt: Wer als letzter gekommen ist, wird als erster gegangen.
Und quasi alle Firmen, auch die, die offiziell nicht entlassen, vernichten auf verschiedensten anderen Wegen Arbeitsplätze. Auf Wegen, die nicht so viel Aufsehen erregen wie Entlassungen, und die obendrein billiger sind. Und auch hier sind wir Jugendlichen überall besonders im Visier:
Die Firmen verringern drastisch die Zahl der Ausbildungsplätze. Allein 2009 wurden 50.000 Ausbildungsplätze weniger angeboten als ein Jahr zuvor. Und das, wo seit Jahren schon massiver Mangel an Ausbildungsplätzen herrscht!

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SDAJ: Hartzt du schon oder arbeitest du noch?

SDAJ: Hartzt du schon oder arbeitest du noch?

Hartz IV, in letzter Zeit alle paar Tage großes Thema. Egal ob dabei der stellvertretende Kanzler Westerwelle, die BILD oder das Privatfernsehen sich zu Wort melden, einig sind sich alle: Irgendwie kosten die Hartz IV Empfänger zuviel Geld und mindestens die Hälfte von ihnen würde dabei auch noch betrügen. Sie seien zu faul und den arbeitenden Kolleginnen und Kollegen würden sie auf der Tasche liegen. Gönnerhaft durfte Kanzlerin Merkel dann festhalten, das ja doch der ein oder andere Arbeitsplatz zu wenig vorhanden wäre.

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DKP Ebersberg: Ein Denkmal für die Opfer des Massakers von Poing

DKP Ebersberg: Ein Denkmal für die Opfer des Massakers von Poing

Am 27.4.1945  wurden am Bahnhof der  Gemeinde Poing bei München 50 Häftlinge ermordet, die mit dem so genannten Todeszug von der KZ Außenstelle Mühldorf nach Dachau „evakuiert“ werden sollten.

Das Massaker von Poing
Im  April 1945 wurde die KZ-Außenstelle Mühldorf aufgelöst, etwa 3.600  Häftlinge wurden mit der  Bahn Richtung München/Dachau transportiert. Am Morgen des 27. April 1945 blieb der Todeszug in Poing wegen technischer Probleme liegen. Als sich am Nachmittag unter der Wachmannschaft das Gerücht verbreitete, der Krieg sei zu Ende, begannen sie die Wagentüren zu öffnen. Die entkräfteten KZ-Häftlinge verließen den Zug und versuchten die Flucht. Doch ein Luftwaffenleutnant alarmierte eine in der Nähe befindliche SS-Einheit; Soldaten und Zivilisten trieben mit äußerster Brutalität die Häftlinge zurück. Nur eine Stunde dauerte der Ausbruch. Dabei kamen 50 Menschen ums Leben, 200 wurden verletzt. Doch 250 Häftlingen gelang die Flucht. Sie erhielten Lebensmittel, Kleidung, Geld von der Bevölkerung, einige wurden von mutigen Bauern  versteckt.

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