Kapital & Arbeit

Seit vier Wochen im Streik - Beschäftigte bei Norgren wollen ihr Werk retten

Seit vier Wochen im Streik - Beschäftigte bei Norgren wollen ihr Werk retten

31.10.2013: Die Beschäftigten der Firma Norgren in Großbettlingen, einem kleinen Dorf am Rande der schwäbischen Alb, schreiben Geschichte. Am 5. Oktober traten sie rund um die Uhr in einen Warnstreik – ohne Streikgeld. Nach einer erfolgreichen Urabstimmung, 97 Prozent der Metaller_innen haben sich dafür ausgesprochen, traten sie am 14. Oktober in einen unbefristeten Streik. „Die komplette Belegschaft steht rund um die Uhr vor dem Tor“, so Jürgen Groß Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Esslingen. Norgren, früher Herion, gehört zum britischen IMI Konzern und ist führender Hersteller von Pneumatik und Hydraulikprodukten vorrangig für Nutzfahrzeuge.

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Karstadt bundesweit bestreikt

Karstadt bundesweit bestreikt

28.10.2013: Im Rahmen des bundesweiten Arbeitskampfes der Karstadt-Mitarbeiter_innen beteiligten sich am Freitag und Samstag auch zahlreicher Karstadt-Beschäftigte in Schleswig-Holstein an den bundesweiten Streikaktionen, um vor der nächsten Verhandlungsrunde mit der Karstadt-Geschäftsführung Mitte November ihren Forderungen nach dem Abschluss eines Tarifvertrags über Standort- und Beschäftigungssicherung und die Rückkehr in die Tarifbindung Nachdruck zu verleihen.

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VW-Gesetz bleibt!

VW-Gesetz bleibt!

22.10.2013: Der Europäische Gerichtshof hat heute die Klage der EU-Kommission gegen das VW-Gesetz zurückgewiesen. Uwe Fritsch, Mitglied des Weltbetriebsrates und des Aufsichtsrates bei VW, erklärte gegenüber kommunisten.de, dass diese Gerichtsentscheidung auch auf den 11 Jahre langen Kampf der Belegschaft und der IG Metall für die Verteidigung des VW-Gesetzes zurückzuführen sei. Fritsch: „Jahrelang haben wir für den Fortbestand des VW-Gesetzes gestritten, demonstriert, Unterschriften gesammelt und breite Bündnisse bis hinein in konservative Kreise geschaffen. Mit dem Urteil haben Belegschaft und Demokratie gegen die Finanzinvestoren und ihrem Anspruch auf Maximalprofit gewonnen. Jetzt muss der Kampf aufgenommen werden, um das VW-Gesetz auf alle Großunternehmen auszudehnen.“

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München: Möbelhaus XXXLutz auf Konfrontationskurs

München: Möbelhaus XXXLutz auf Konfrontationskurs

Betriebsrat XXXLutz darf Möbelhaus nicht für Betriebsratsarbeit betreten. Auch der Versuch des Betriebsrates, mit Hilfe der Polizei Zugang zum Betriebsratsbüro zu erhalten, scheitert.
Gewerkschaft bietet Betriebsrat „Asyl“ im Gewerkschaftshaus.


15.10.2013: Das Möbelhaus XXXLutz ist berüchtigt für seinen aggressiven Expansionskurs und auch für seinen ebenso aggressiven Umgang mit den Beschäftigten. Das Unternehmen ist - im Gegensatz etwa zu Ikea - nicht tarifgebunden, es gibt keinen Gesamtbetriebsrat und die Geschäftsleitung ist auf ständigem Konfrontationskurs mit der Gewerkschaft. Trotzdem stellt die gegenwärtige Eskalation in München alles bisher dagewesen in den Schatten.

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Aktuelle ver.di-Streiks in vielen Betrieben – schon mal davon gehört, SDAJ?

Aktuelle ver.di-Streiks in vielen Betrieben – schon mal davon gehört, SDAJ?

09.10.2013: 3 Millionen Beschäftigte im Einzelhandel sagen "Hände weg von unserem Mantel" und fordern mehr Geld und mehr Respekt. Seit vielen Wochen wird mit vielfältigen, phantasievollen Aktionen gestreikt, doch bislang ohne Annäherung. Heute wird wieder in vielen Bundesländern gestreikt, denn noch immer rücken die Arbeitgeber nicht von ihrer starren Haltung ab. Die Beschäftigten wehren sich, sie wollen mehr Lohn und ihren Manteltarifvertrag zurück. Auch im Groß- und Außenhandel haben 1,2 Millionen Beschäftigte für höhere Löhne und mehr Anerkennung gestritten. Dort sind inzwischen alle Tarifverträge verhandelt mit Ausnahme des Saarlands.

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"Arm trotz Milliarden Gewinne" – Erneute Streiks im Einzelhandel

04.10.2013: Im laufenden Tarifstreit für die rund 90.000 Beschäftigten im schleswig-holsteinischen Einzelhandel   hatte die Gewerkschaft ver.di am 2.10. Beschäftigte der Kieler Betriebe der Unternehmen Coop / Sky, H&M und Ikea zum Streik aufgerufen. Beschäftigte legten in den bestreikten Betrieben ganztägig die Arbeit nieder und zogen in einem Demonstrationszug durch die Kieler Innenstadt. "Arm trotz Milliarden Gewinne" und "Wohnst du noch oder bettelst du schon. Ikea" konnte man dort auf Protestplakaten lesen.

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Angst vor eigener Courage? - ver.di bläst Streik am Nord-Ostsee-Kanal vorerst ab

Angst vor eigener Courage? - ver.di bläst Streik am Nord-Ostsee-Kanal vorerst ab

09.09.2013: Die für heute geplanten Streiks am Nord-Ostsee-Kanal (NOK) sind vorerst abgesagt worden. Sie könnten aber nach dem 15. September "jederzeit wiederbelebt werden", sagte der zuständige ver.di-Fachbereichsleiter, Jochen Penke, am Samstag auf einer Pressekonferenz in Kiel. Er teilte mit, dass die bundesweiten Streiks an den Schleusen von Kanälen und Flüssen in der kommenden Woche vertagt werden, da sich ver.di und die beteiligten Bundesministerien  auf neue Gespräche in dem Tarifstreit geeinigt hätten.

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Der lange Streik der Neupack-Belegschaft

Der lange Streik der Neupack-Belegschaft

05.09.2013: In einem Metallkäfig liegen Kohlen, die keine Wärme mehr geben. Vor dem Werksgelände hängt ein Transparent, dessen Aufschrift immer noch gültig ist: „50 Jahre Neupack. Noch immer kein Tarifvertrag.“ Acht Monate lang haben die Kollegen beim Verpackungshersteller Neupack in Hamburg-Stellingen gestreikt. „Das war auch für mich der längste, mir bekannte Arbeitskampf“, sagt Gewerkschaftssekretär Rajko Pientka von der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Bundesweit galt der Streik als Symbol für den Willen einer Belegschaft, für gerechte Löhne und faire Behandlung der Beschäftigten zu kämpfen. Freitag, den 9.August, wurde der Konflikt beigelegt. Betriebsrat und IG BCE stimmten einer Betriebsvereinbarung zu. In einer „Regelungsabrede“ sind die Lohngruppen festgeschrieben. Nasenprämien soll es nicht mehr geben. Die Wochenarbeitszeit wird von 40 auf 38 Stunden reduziert bei vollem Lohnausgleich. Der untere-Stundenlohn steigt von 7,80 Euro auf 9 Euro, der höchste soll künftig mehr als 18 Euro betragen. Das vereinbarte Paket ist laut IGBCE nach Inhalt und Form dem angestrebten Tarifvertrag vergleichbar. Die Umstellung der Arbeitsverträge steht aber noch aus. Darum herrscht weiterhin Spannung im Betrieb, denn Neupack war mehrfach wortbrüchig geworden.

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marxist linke Marx Figur 300

marxistische linke traf sich in Frankfurt

marxistische linke traf sich in Frankfurt

27.10.2014: Behindert, aber nicht verhindert durch den Streik der Lokführer, war das bundesweite Treffen der marxistischen linken am 18./19. Oktober in Frankfurt. Wer es schaffte, am Samstag ins Naturfreundehaus in Frankfurt zu kommen, wurde von Thomas Metscher mit einem spannenden Referat zum Thema »Integrativer Marxismus« belohnt. Manchen ist wohl erst im Laufe des Seminars klargeworden, was hinter dem Begriff »integrativ« (4. Attribut in der Langfassung des Vereinsnamens) steckt - und was da in den nächsten Jahren an Theorie- und Strategiearbeit noch zu leisten ist. Und so ist die Äußerung von Thomas Metscher über die marxistische linke - "Eine solche Vereinigung ist in der Tat ganz nach meinem Sinn" - auch als Auftrag zu verstehen.

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Verein marxistische linke e.V.

Am 22.02.14 wurde in Berlin der Verein "marxistische linke - ökologisch, emanzipatorisch, feministisch, integrativ" gegründet. In dem Verein arbeiten Kommunist*innen und andere Marxist*innen zusammen.

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„Alle haben Illusionen, nur ich nicht“ - oder wie?

„Alle haben Illusionen, nur ich nicht“ - oder wie?

Kommentar von Kerem Schamberger
marxistische linke , DKP München
(in der Bildmitte nach der Besetzung der CSU-Zentrale )

20.11.2014: Unter der holprigen Überschrift „Das PKK-Verbot muss weg – mit den Illusionen über einfache Lösungen“ schreibt Günther Pohl in der UZ vom 31.10.14: „Die andere Seite der Medaille ist, dass die PKK heute die nationale Frage der sozialen vorangestellt hat“. Der Verantwortliche der internationalen Kommission des Parteivorstandes der DKP sieht außerdem die Gefahr, dass sich „militärisch verstärkte kurdische Einheiten oder perspektivisch ein Kurdistan von westlichen bzw. EU-Gnaden“ [1] instrumentalisieren lassen, die Kräfte der PKK miteinbezogen.

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Hamma Hammami zu den Wahlen in Tunesien

Hamma Hammami zu den Wahlen in Tunesien

26.10.2014: Mit einem Monat Abstand finden in Tunesien zwei wichtige Wahlen statt: die Parlamentswahl am 26. Oktober und der erste Wahlgang der Präsidentenwahl am 23. November. Für die Parlamentswahl wurden 13 000 Kandidaten auf 1320 Listen nominiert, die um die 217 zu vergebenden Mandate für das künftige tunesische Parlament konkurrieren. Für die Präsidentenwahl hat die Unabhängige Wahlkommission die Kandidatur von 27 Bewerberinnen und Bewerbern, darunter die des Kommunisten Hamma Hammami für die „Volksfront“, bestätigt.

Das nachfolgend wiedergegebene Interview erschien in der französischen kommunistischen Tageszeitung „ Humanité “ vom 14. Oktober 2014.

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